MuseenLand Deutschland

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Adresse

Die Mühle Marzahn

Hinter der Mühle 4
12685 Berlin

Öffnungszeiten

Mo - Fr: 10 bis 12 und 13 bis 16 Uhr

Sa: geschlossen

So: 15 bis 17 Uhr (April bis Oktober)

Anmeldung erwünscht

In den Berliner Sommerferien ist die Mühle wegen Wartungsarbeiten geschlossen.

Kontakt

Müller: Herr Jürgen Wolf

Tel./Fax: (030) 5458995

www.marzahner-muehle.de

Die Mühle in Alt-Marzahn

Im Osten von Berlin, im Herzen des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf, ist insbesondere in den 80er und 90er Jahren ein Dorf mit viel Engagement auch seitens der Berliner Bürger rekonstruiert worden: Alt-Marzahn, ein Dorf, das seit 1977 unter Denkmalschutz steht.

 

Das Dorf Alt-Marzahn

Das Bezirksmuseum

Ursprünglich eine slawische Siedlung mit dem Namen "Morczane" ("Am Sumpf"), wurde das Dorf Marzahn erstmals im Jahre 1300 urkundlich erwähnt. Alt-Marzahn ist ein für die mittel- und ostdeutschen Regionen typisches sogenanntes Angerdorf: Die Häuser werden um den Anger - den zentralen Dorfplatz, oft eine Wiese - herum gebaut.

Heute haben sich hier Vereine und Künstlerwerkstätten niedergelassen. In dem kleinen Dorf befinden sich ein Heimatmuseum (das Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf) mit wechselnden Ausstellungen, Lesungen und Gesprächsveranstaltungen, ein Landwirtschaftsmuseum mit Traktoren, Pflügen und anderen landwirtschaftlichen Geräten der ehemaligen LPG, ein Kleintierhof (sehr beliebt bei den Kindern, denn die Tiere sind freundlich und sehr zutraulich), eine neogotische Backsteinkirche, und nicht zuletzt die Bockwindmühle von Marzahn.

Die Geschichte der Mühlen in Marzahn

Windmühle
Die Windmühle

1815 wurde die erste Marzahner Mühle gebaut, bis dahin mussten die Marzahner Bauern ihr Getreide nach Berlin karren und dort mahlen lassen. Nach dieser Bockwindmühle wurden im Laufe der nächsten hundert Jahre noch zwei weitere Mühlen gebaut, von denen aber keine mehr steht. Die heute auf einem Hügel schon von weitem zu sehende Marzahner Bockwindmühle ist ein Neubau und wurde 1994 mit einem Mühlenfest zünftig eingeweiht. Die Bockwindmühle ist der älteste Windmühlentyp in Europa; sie ist auf Pfählen "aufgebockt" und kann deshalb in Windrichtung gedreht werden.

Eine Lehr- und Museumsmühle

Im Innern der Mühle
Im Innern der Mühle

Die Marzahner Mühle ist eine Lehr- und Museumsmühle und die einzige Museumsmühle in Berlin, die Mehl und Vollkorngrieß produziert und eine Bäckerei beliefert. Neben dem mechanischen Mahlwerk wurde 2006 auch ein elektrisches Mahlwerk für noch feinere Mahlstufen in Betrieb genommen. Außerdem gibt es hier auch eine Quetsche zur Produktion von Haferflocken zu sehen.

Zu den Öffnungszeiten bieten Mitglieder des Mühlenvereins Führungen an. Mit ein bisschen Glück ist es der Müller Herr Jürgen Wolf selbst, der Sie durch die Mühle führt: Nur dann drehen sich auch die Mühlenflügel und bei Mahlvorführungen können Sie dem fröhlichen Müller, der Sie in seiner Müllertracht mit der lustigen Müllermütze auch optisch beeindrucken wird, beim Mahlen des Getreides zuschauen.

Neben Führungen, Schau-Mahlen und Spezialveranstaltungen, z.B. Kindergeburtstagen mit Mahlen und Backen, werden hier auch Trauungen nach alter Müllertradition durchgeführt!

Mühlen und Windkraft

Es waren zwei Marzahner Müller, die den Prototyp der heutigen Windkraftanlagen entwickelt haben: Maximilian Georg Triller mit der ersten Windturbine 1912 und später sein Sohn Richard, dessen Windkraftverbundanlage (Windkraftwerk/Strombetrieb/Mühle) ab 1942 das Dorf Marzahn bis in die späten 50er Jahre mit Strom versorgt hat. Eine Gedenktafel neben der Mühle, mit Reststück des Fundamentes und einer von der Knorr-Bremse AG nachgebauten Windkraftwerkswelle, erinnert an diese bedeutende Leistung.

 

Glück zu!

(Gruß der Müller)

 

 

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