MuseenLand Deutschland

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Der Textbeitrag stammt aus dem Museumsführer "Museen für Kinder im Revier", der im Buchhandel oder unter www.conlibris.de für 5,80 EUR zu erwerben ist, ISBN 978-3-00-028930-9.

Adresse

Zeche Nachtigall

Nachtigallstraße 35
58452 Witten

Tel. 02302 93664-0

zeche-nachtigall@lwl.org

Öffnungszeiten

Di–So 10–18 Uhr
letzter Einlass 17.30 Uhr

weitere Informationen

LWL-Industriemuseum

Westf. Landesmuseum für Industriekultur

Teil der Route-Industriekultur

Zeche Nachtigall in Witten - das Besucherbergwerk für die Familie

Kinder heizen ein, auf Zeche Nachtigall in Witten; Foto: A. Hudemann
Kinder heizen ein, auf Zeche Nachtigall in Witten; Foto: A. Hudemann
Spielplatz auf dem Areal der Zeche Nachtigall, Foto: A. Hudemann
Spielplatz auf dem Areal der Zeche Nachtigall, Foto: A. Hudemann

In einem alten Stollen herumkraxeln, auf einem großen Ruhrschiff Kapitän spielen und einen riesigen Ofen besteigen, in dem früher Ziegel gebrannt wurden – spannende Sachen auf einem Areal, das früher von Industrie geprägt wurde und heute in idyllischer Natur liegt.

 

Ausgerüstet mit Helm und Grubenlampe geht es durch die Stollen:

Im Besucherbergwerk der Zeche Nachtigall kann man am eigenen Leib erfahren, wie beschwerlich die Arbeit in einem Bergwerk zu Beginn des 19. Jahrhunderts war. Die Kinder sind hier klar im Vorteil, denn sie können zumindest aufrecht durch die niedrigen Stollen gehen. Doch spätestens wenn bei der Führung das elektrische Licht ausgeschaltet wird und nur noch eine Grubenlampe für spärliche Beleuchtung sorgt, ist auch für die Kinder zu erahnen, wie beschwerlich die Bedingungen unter Tage waren.

Zurück über Tage ist es für Familien besonders spannend, mit Öli, dem Lampenfrosch und Museumsmaskottchen, auf die Nachtigall-Entdecker-Tour zu gehen. Dafür bekommt man an der Kasse einen Beutel, der miteiner nützlichen Ausrüstung bestückt ist: Fernglas, Zollstock, Proviant für Öli und die Kinder, einem Museumsplan mit Aufgaben und vielem mehr. Mit Unterstützung der Eltern sind diese Aufgaben auch für Vorschulkinder gut und mit viel Spaß zu bewältigen. Die Tour startet im Maschinenhaus der Zeche, wo eine der ältesten Dampffördermaschinen des Reviers zu bestimmten Terminen ihre Funktionstüchtigkeit vorführt.

 

War die Kohle erst mal über Tage, wurde sie auf der Ruhr weitertransportiert. Ein nachgebauter Ruhrnachen lässt die Zeiten der Kohlenschifffahrt lebendig werden. Wie sah die Ruhrlandschaft damals überhaupt aus und mit welchen Schwierigkeiten hatten die Schiffer zu kämpfen – all diese Fragen klären sich auf und rings um das Schiff. Die Kinder spielen das Thema der Schifffahrt begeistert an einem Bachlauf, der sich durch Schleusen regulieren lässt, nach und wollen meistens auch so schnell nicht wieder von dort weg.

Nach Schließung der Zeche Nachtigall Ende des 19. Jahrhunderts entstand auf dem Gelände eine Ziegelei. Eine riesige Ringofenanlage zeugt noch von dieser Zeit. Rund um den Ofen wird der Weg des Ziegels von der Gewinnung des Schiefertons bis zu seiner Verladung in spannenden Stationen aufgezeigt.

TIPP 1 - Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia

Fahrt mit der Muttentalbahn; Foto: A.Hudemann, M. Holtappels
Fahrt mit der Muttentalbahn; Foto: A.Hudemann, M. Holtappels

Das Gruben- und Feldbahnmuseum Zeche Theresia liegt in direkter Nachbarschaft.

Fahrten mit verschiedenen Gruben- und Feldbahnen sind während der Öffnungszeiten

möglich. Termine im Internet: www.muttenthalbahn.de.

TIPP 2 - Berbaurundweg Muttental

Von der Zeche Nachtigall kann man auf dem 9 Kilometer langen „Bergbaurundweg

Muttental“ wandern. Viele Zeugnisse des frühen Bergbaus machen auch für Kinder die

Wanderung spannend. Leichter wird es, wenn die Kinder auf gemieteten Ponys, die Mama und Papa am Zügel führen, geschaukelt werden.

Ponyverleih Reiterhof Rauendahl, Rauendahlstraße 161,

58452 Witten, Tel. 02302-759 28. Bitte telefonisch ein Pony reservieren.

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